GRÜNE Halbzeitbilanz der Legislaturperiode in der Bezirksvertretung Wattenscheid

Im Sommer 2014 haben wir GRÜNE die „Regierungsverantwortung“ in der Wattenscheider Bezirksvertretung gemeinsam mit der SPD übernommen und die CDU/UWG-Mehrheit abgelöst. Wattenscheid war unterfinanziert und das soziale Gefüge in unserer Stadt fand nicht die notwendige Berücksichtigung. Gemeinsam mit der SPD wollten wir dies ändern und besser mit dem Rat der Stadt Bochum zusammenarbeiten. Einiges ist geschafft – vieles muss noch folgen!

Mit dem „Integrierten Stadtentwicklungskonzept“ ist es gelungen, die energetische und bauliche Sanierung von Häusern (Fassaden-, Hinterhofsanierung) in der Wattenscheider Innenstadt voranzubringen, um Wattenscheid wohn- und lebenswerter zu gestalten. Ein eigenes Stadtteilbüro nimmt außerdem Vorschläge zur Verbesserung der Innenstadt auf und ein City-Management ist geplant. Mittel für die Sanierung der Pestalozzi-Realschule wurden bereit gestellt. Ähnliches gilt für ökologische und soziale Projekte in der Wattenscheider Innenstadt, wie die Sanierung des Parks Ehrenmal, die Erneuerung des Abenteuerspielplatzes an der Hüllerstr. oder den Masterplan „Bewegte und bespielte Stadt“, der u.a. beinhaltet, Schulhöfe zu Spielhöfen umzugestalten.
Mit dem Jugendtreff, Heroes‘ ist es gelungen, einen Jugendtreff in der Wattenscheider Innenstadt zu etablieren. Dieses Zentrum ist Anlaufpunkt für Jugendliche und bietet Möglichkeiten der kulturellen Entfaltung sowie des Austausches.

Wir wollen die WAT-Innenstadt weiter attraktivieren, z. B. durch die bauliche Entwicklung ungenutzter Flächen wie an der Voedestr./Friedrich-Ebert-Str. oder die Aufwertung und Neugestaltung des August-Bebel-Platzes.

Um neuen, dringend notwendigen Wohnraum vor allem für Familien in Wattenscheid zu schaffen, werden Pläne für neue, aber bereits im Flächennutzungsplan ausgewiesene Wohnbaulandflächen erstellt. Wie bei den Gewerbeflächenplanungen haben wir Grüne dafür gesorgt, dass Freiflächen in „Regionalen Grünzügen“ unangetastet bleiben. Mit dem Projekt „Wohnen im Park“ wollen wir ein neues, gut durchmischtes Quartier in Westenfeld entstehen lassen. Die Planungen müssen aber ökologisch schonend erfolgen, z. B. durch den Erhalt bestehender Baum- und Strauchzonen.
In Günnigfeld konnte eine 14.000m² Brachfläche entsiegelt werden, um dort ein neues Biotop entstehen zu lassen. Nach und nach werden auch die durch die Stürme entwurzelten Straßenbäume ersetzt.
Einige Kreisverkehre wurden/werden gebaut, welche den Verkehr in Wattenscheid sicherer machen sollen, z. B. „Am Thie“ und an der Schützenstraße. Die Verkehrssituation der Kreuzung Bahnhofstr./Fritz-Reuter-Str./Ridder- str. muss verbessert werden, hier wäre ebenfalls ein Kreisverkehr denkbar. Auch neue Radwege entstanden und entstehen in Wattenscheid; der überregionale Radschnellweg ist auf den Weg gebracht – ein Beitrag zur Reduzierung des PKW-Verkehrs. Die Park-and-Ride-Situation in Höntrop muss wegen der zukünftigen RRX-Bahn verbessert werden.
Eine neue Feuerwache für die Freiwillige Feuerwehr Günnigfeld wird endlich errichtet. Ein dringend notwendiger Neubau muss auch für die Freiwillige Feuerwehr WAT-Heide zur Verbesserung des Brandschutzes entstehen.

Das Hallenfreibad Höntrop wollen wir gemeinsam mit unseren Kolleg*innen von der SPD erhalten. Die notwendigen Investitionsmittel werden dafür vom Rat der Stadt Bochum bereitgestellt, um diesen Baustein kommunaler Grundversorgung und Infrastruktur zu erhalten und um den Schwimmunterricht zu gewährleisten. Die Wiedereröffnung der Grundschule Südfeldmark ist vor dem Hintergrund der Kosten leider nicht möglich, obwohl dies wegen des Raumbedarfs an den Grundschulen geboten wäre. Die räumlichen Bedingungen an den Innenstadt-Grundschulen müssen generell verbessert werden. Eine neue Mehrfach-Sporthalle nebst Mensa wird am Märkischen Gymnasium entstehen. Schließlich müssen aber auch das Gebäude des Märkischen Gymnasiums einschließlich der Stadthalle (!) und die Sporthalle Günnigfeld innen wie außen baulich und energetisch saniert werden.

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